Architektur und Ingenieurbau in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Sachsen
Nachdem das Sächsische Archiv für Architektur und Ingenieurbau bereits im Oktober 2003 erste Arbeitsergebnisse über die Auswertung von Originalzeichnungen von Architekten aus der Zeit der Aufbaujahre in Dresden nach dem 2. Weltkrieg in einer Ausstellung und dem Heft Kreide, Kohle und Graphit (gemeinsam mit der Akademie der AKS) vorgestellt hatte, haben wir nun den 100. Geburtstag des Architekten Johannes Rascher zum Anlaß genommen, seine überwiegend Dresdner Bauten in einem neuen Heft vorzustellen.
Zeitzeugnisse soll in regelmäßiger Folge Auskunft über Bauten der Nachkriegszeit in Sachsen geben, nach denen wir in alten Archiven suchen.
Der heute in Wiesbaden lebende Architekt Johannes Rascher, Schüler von Wilhelm Kreis, hat mit seinen Bauten am Dresdner Altmarkt seine wohl bedeutendsten Spuren hinterlassen. Als Ergebnis eines Wettbewerbserfolges entstand die Gebäudeabfolge an der Westseite des Altmarktes in den Jahren 1953 bis 1958 in Zusammenarbeit mit Gerhard Guder, Wolfgang Müller und anderen. Diese Arbeit führte zur sehr persönlichen Auseinandersetzung Johannes Raschers mit der "Kulinatra-Doktrin" der damals aktuellen Baupolitik.
Durch den Umbau einer Ausflugsgaststätte entstand 1946 durch seine Hand das erste wiederbespielbare kleine Theater im zerstörten Dresden, das heute noch genutzte Operettentheater. Der begnadete Zeichner Johannes Rascher gewann eine Reihe von Wettbewerben. Er realisierte Schulbauten, Industriebauten, Kulturbauten, mit Wolfgang Hänsch den städtebaulichen Entwurf für das Wohngebiet Dresden-Johannstadt sowie das Ferienhaus für Manfred von Ardenne auf der Insel Usedom. Nach seiner im Jahre 1961 erfolgten Übersiedlung nach Wiesbaden war Johannes Rascher bis ins hohe Alter beruflich tätig und baute Wohnhäuser, Klubhäuser und Sportanlagen.
Prof. Dr.-Ing. Gisela Raap
Das Heft Zeitzeugnisse 1
können Sie über folgende Anschrift bestellen:
Frau Prof. Dr. Raap
Sächsisches Archiv für Architektur und Ingenieurbau
an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (FH) Dresden
Friedrich-List-Platz 1, 01069 Dresden
oder über die E-Mail-Adresse giselaraap@web.de
Der Preis beträgt 7,- €
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